Aktuelles

Pressemitteilung vom 04. Dezember 2018

 

 

++ Kabinett empfiehlt Naturschutzgesetz an den Thüringer Landtag: Natura 2000-Station „Grabfeld“ begrüßt gesetzliche Verankerung des Schutzgebietsnetzes ++

 

Römhild: Das Kabinett hat heute den Gesetzesentwurf zum Thüringer Naturschutzgesetz beschlossen und an den Landtag überwiesen. Das Gesetz sieht unter anderem die dauerhafte Sicherung der bundesweit einmaligen Natura 2000-Stationen vor. Die Natura 2000-Station „Grabfeld“ begrüßt diese Empfehlung. „Wenn wir das europäische Naturerbe langfristig schützen wollen, brauchen wir die Stationen als verlässliches Instrument, das unabhängig arbeiten kann“, erklärt Verena Volkmar, Leiterin der Station. „Die vorgesehene Festschreibung im Naturschutzgesetz bietet dafür den passenden Rahmen“, so Volkmar weiter.

 

Eine gesetzliche Verankerung der Natura 2000-Stationen schafft langfristig die Voraussetzung, die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen zu sichern und zu entwickeln. „Als Bindeglied zwischen Naturschutzakteuren und Landnutzern unterstützen die Natura 2000-Stationen die staatliche Naturschutzverwaltung“, so Volkmar. Seit dem Aufbau der elf Stationen und eines Kompetenzzentrums hat sich das Netzwerk in der Naturschutzszene Thüringens etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele von Natura 2000. Mit Blick auf die heutige Empfehlung des Kabinetts fügt Volkmar hinzu: „Das Netzwerk der Natura 2000-Stationen darf kein Provisorium bleiben. Wir müssen die Stationen gesetzlich absichern, damit die kooperative Arbeit mit den Menschen vor Ort, Kommunen, Landwirten, Verbänden und Behörden für eine Landnutzung im Einklang mit dem Naturschutz dauerhaft gewährleistet wird.“

 

Bestärkt durch den heutigen Beschluss werden sich die Stationen weiter für ihre gesetzliche Verankerung einsetzen. „Wir appellieren an die Abgeordneten des Landtags, den Weg zum Erhalt der Biologischen Vielfalt Europas in Thüringen weiter zu verfolgen und der Empfehlung des Kabinetts beizupflichten“, so Volkmar.

 

Hintergrund:

 

Im Freistaat sind zwischen 2016 und 2017 insgesamt 11 Natura 2000-Stationen entstanden. Sie sollen die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen sichern und entwickeln. Das Thüringer Umweltministerium fördert die Ausstattung aller Stationen mit ca. 1 Mio. Euro pro Jahr. Hinzu kommt eine Koordinationsstelle - das Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen. Dieses wird vom TMUEN und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und hat seinen Sitz auf dem Campus der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst – der Fachhochschule Erfurt – dem sog. „Grünen Zentrum“. Träger des Kompetenzzentrums sind der BUND Thüringen e.V., der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. und der NABU Thüringen e.V.

 

Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 35 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 % der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor. Die konkreten Naturschutzmaßnahmen sind breit gefächert.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: https://natura2000-thueringen.de/ und https://www.lpvgrabfeld.de/natura-2000/

 


So schön ist Thüringen!

In Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und der Thüringer Tourismus GmbH ist ein MERIAN-Sonderheft zu "Thüringens Naturschätzen" entstanden. 

Auch die Landschaft im Betreuungsbegiet der Natura 2000-Station "Grabfeld" ist sehenswert und wurde in diesem Sonderheft verewigt.


Neuer Flyer von Thüringens Landschaftspflegeverbänden

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Thüringens Landschaftspflegeverbände - Sieben auf einen Streich
Die Thüringer Landschaftspflegeverbände stellen sich vor
Farbiges Infoblatt, Autor: Thüringer LPVs
Stand: 04.06.2018
LPV Thüringen_Stand_Endstand 04.06.2018.
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Sitzwarten für das Braunkehlchen

Am 22.03.2018 führte die Natura 2000-Station "Grabfeld" zusammen mit Herrn Worliczek (Leiter der BUND Ortsgruppe Römhild) und einer 7. Klasse der Regelschule Römhild ein kleines aber wirkungsvolles Projekt zu Gunsten des Braunkehlchens (Saxicola rubetra) durch.
Für den kleinen Singvogel wurden an drei Stellen im Grünen Band bei Mendhausen Ansitzwarten aus Eschen- und Haselholz gesteckt.

Das Braunkehlchen zählt in Deutschland zu den gefährdeten Arten. Zum Singen und bei der Jagd sitzt es bevorzugt auf erhöhten Strukturen wie Zaunspfosten oder hohen Halmen von Pflanzen. Auch auf den steinernen Pfeilern der ehemaligen innerdeutschen Grenze ließ es sich gerne nieder. Diese sind nun schon lange verschwunden, die Ackerschläge werden größer und Strukturen in der Landschaft weniger. So kam Herrn Worliczek die Idee, den Braunkehlchen mit dem Setzen der Stangen "unter die Flügel zu greifen". Unterstützung für sein Vorhaben suchte er sich beim Landschaftspflegeverband bzw. der Natura 2000-Station "Grabfeld".

Drei Flächen konnten im Laufe des Vormittages mit je etwa 20-25 Ansitzwarten bestückt werden. Mindestens weitere fünf Flächen folgen - leider ohne Unterstützung der Jungs - im Laufe der nächsten Tage entlang des Grünen Bandes Richtung Süden.

 

Fotos: Kurt Lautensack & Susanne Schuchardt


Workshop: FFH-Arten Bachmuschel und Biber - ein Widerspruch?

Am Mittwoch, dem 29.11.2017 fand ein durch die Natura 2000-Station "Grabfeld" organisierter Workshop zum Thema "Biber und Bachmuschel - ein Widerspruch?" mit anschließender Exkursion statt. Eingeladen waren Vertreter der unteren Naturschutz- und Wasserbehörde Hildburghausen und Experten für den Biber und die Bachmuschel. Ausgangspunkt ist das FFH-Gebiet 118 "Oberlauf der Milz", einem der letzten Rückzugsgebiete der Bachmuschel in Thüringen. Nahe dieser Population hat sich 2016 der Biber angesiedelt. Außerdem wird überlegt auf einer Fläche von etwa 30 Hektar eine Ganzjahresweide zu etablieren. Deshalb sollen auch mögliche Auswirkungen von Beweidung auf die Bachmuschel diskutiert werden.

 

--> Vertragen sich Biber und Bachmuschel?

--> Welche Ansprüche haben diese Arten?

--> Ist eine extensive Ganzjahresweide mit diesen Arten vereinbar?

--> Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

 

Mehr dazu erfahren Sie --> HIER <--


Mitgliederversammlung und 25-jähriges Jubiläum am 15. Mai 2017

 

Eine Zusammenfassung der letzten 25 Jahre aus der Rede des 1. Vorsitzenden Norbert Wirsching finden Sie

*** HIER ***

(Menü: Unser Verband - 25 Jahre LPV)

 

Impressionen der Veranstaltung

Pressestimmen

Radiobeitrag über die Arbeit des LPV auf Landeswelle Thüringen

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Beitrag auf Landeswelle Thüringen vom 15.05.2017
Landeswelle Thüringen berichtet über die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes und die Jubiläumsfeier
regionews_ls_1840.mp3
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Stationsmeeting der 11 NATURA 2000-Stationen

Logo der Natura 2000-Station "Grabfeld"
Logo der Natura 2000-Station "Grabfeld"

Am 23.03.2017 sind erstmals alle Naturschützer/-innen der 11 Natura 2000-Stationen in Thüringen zu einem Arbeitstreffen in Erfurt zusammengekommen, um sich über aktuelle Projekte auszutauschen.


Der Biber ist zurück: Biberberatung am 15.02.2017

Der Biber ist zurück in Thüringen. Bereits seit 2007 wandert er auf natürliche Weise wieder nach Thüringen ein. Er breitet sich stetig aus und ist inzwischen auch an verschiedenen Gewässern im Landkreis Hildburghausen wieder heimisch geworden. Um die Akzeptanz für den Biber zu steigern und vorhandene Konflikte zu minimieren, ist viel Aufklärung notwendig.

Um über den Biber und seine Lebensweise, Präventivmaßnahmen in Biberrevieren sowie Ausgleichs- und Fördermöglichkeiten für Landwirte zu informieren, veranstaltete die NATURA 2000-Station "Grabfeld" am 15. Februar 2017 eine Beratung mit Diskussionsrunde. An dieser beteiligten sich Vertreter aus der Landwirtschaft, von Behörden und aus dem Naturschutz. In kurzen Referaten wurde über den Biber und seine Lebensweise, über Präventivmaßnahmen in Biberrevieren sowie zu Ausgleichs- und Fördermöglichkeiten für Landwirte informiert.

Ziel der Veranstaltung war es, weiter auf den Biber aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren, aber auch die zuständigen Behörden und Ministerien darauf aufmerksam zu machen, wo es Konflikte gibt und dadurch letztendendes eine Biberverordnung, wie es sie in anderen Bundesländern bereits gibt, zu erwirken. Weitere Veranstaltungen sollen folgen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Biber.



Der LPV "Thüringer Grabfeld" e.V. ist nun offizieller Träger der Natura 2000-Station "Grabfeld"

Seit 4. April 2016 arbeitet der Landschaftspflegeverband als Natura 2000-Station. Am 20. Juni erfolgte die Einweihung mit Übergabe der Stationstafel durch Umweltministerin Anja Siegesmund auf dem Gelände der Teichwiesen bei Stressenhausen.

Download
Jan Welzholz, Sebastian König & Burkhard Vogel - Die Natura 2000-Stationen in Thüringen
Landschaftspflege und Naturschutz und Thüringen Heft 55 (1) 2018 S. 3-10

In den Jahren 2016 und 2017 haben elf Natura 2000-Stationen in Thüringen ihre Arbeit aufgenommen. Diese neuen nichtstaatlichen
Einrichtungen des Naturschutzes sollen zur Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der Lebensraumtypen
und Anhang-II- und -IV-Arten der FFH-Richtlinie sowie der Arten der Vogelschutzrichtlinie beitragen. Zu diesem Zweck unterstützen
sie die Naturschutzbehörden, den verbandlichen und ehrenamtlichen Naturschutz sowie die Landnutzer. Sie initiieren Projekte,
akquirieren Finanzmittel, organisieren Erhaltungsmaßnahmen, führen Beratungstätigkeiten durch und leisten Öffentlichkeitsarbeit.
Träger der Natura 2000-Stationen sind Thüringer Vereine und Verbände mit Erfahrung in Naturschutz und Landschaftspflege,
die vom Freistaat Thüringen für den Betrieb der Stationen eine finanzielle Förderung erhalten.
Die Natura 2000-Stationen in Thüringen.p
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